Sicheres Krankenhaus – Verwaltung

V

Arbeitsschutzorganisation  

Zeitarbeitnehmer und befristet Beschäftigte

01 | Informationen

Auch die Gesundheit von zeitlich befristet eingestellten Beschäftigten in Zeitarbeit, Praktikantinnen und Praktikanten oder Aushilfen muss in demselben Umfang geschützt werden wie bei den dauerhaft beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Insbesondere bei Beschäftigten in Leiharbeit ist oft nicht klar, wer etwa für

  • die Organisation der arbeitsmedizinischen Vorsorge,
  • die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung,
  • die Unterweisung der Beschäftigten in Leiharbeit oder
  • die Bereitstellung der erforderlichen persönlichen Schutzausrüstung

zuständig ist. Diese und weitere erforderliche Regelungen sollten im Überlassungsvertrag verbindlich geregelt sein, um sicherzustellen, dass alles Notwendige veranlasst wird und Verleiher und Entleiher nicht irrtümlich annehmen, dass der jeweils andere sich schon kümmern wird.

Bezüglich der arbeitsmedizinischen Vorsorge ist mindestens zu prüfen, ob diese vom Verleiher organisiert oder im Rahmen anderer Beschäftigungsverhältnisse bereits durchgeführt wurde. Hierüber müssen Nachweise vorliegen. Bei befristet Beschäftigten ist schon bei der Einsatzplanung darauf zu achten, dass auch sie vor Aufnahme der Tätigkeit an der arbeitsmedizinischen Vorsorge teilgenommen haben. Bei der Pflichtvorsorge ist dies Beschäftigungsvoraussetzung, d. h., andernfalls dürfen die Beschäftigten nicht gefährdend tätig werden.