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Kommunikation und Verbesserung
Stand: 05/2014

V Kommunikation und Verbesserung

Sicherheit und Gesundheitsschutz müssen wie alle anderen Aufgaben bei Besprechungen und beim regelmäßigen Informationsaustausch im Unternehmen thematisiert werden. Jede Führungskraft muss sich für ihren Bereich regelmäßig über den Stand der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes informieren. Über Arbeitsschutzbelange muss regelmäßig und für alle transparent, auch hierarchieübergreifend, informiert und kommuniziert werden.

Organisieren Sie, dass

  • ein Arbeitsschutzausschuss eingerichtet wird und regelmäßig tagt,
  • in den Abteilungen und Gruppen, der jeweiligen Leitung mit ihren Beschäftigten über Arbeitsschutzbelange spricht,
  • relevante Informationen in der Sprache der Beschäftigten aufbereitet werden,
  • den Beschäftigten relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden,
  • Beschäftigte auf bereitgestellte Informationen zugreifen können, auch wenn sie beispielsweise in Außenstellen arbeiten oder bestimmte Medien, wie das Intranet, nicht nutzen können, und
  • klare Kommunikationswege und Zuständigkeiten für alle Fragen des Arbeitsschutzes bestehen.

Koordinieren Sie das Zusammenwirken aller betrieblichen Akteure in Ihrer Klinik, wie Fachkraft für Arbeitssicherheit, Betriebsärztin bzw. Betriebsarzt, Führungskräfte, Personalvertretung und Sicherheitsbeauftragte.

Wichtig ist auch, dass Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, zum Beispiel bei der Gefährdungsbeurteilung, bei der Beschaffung von Arbeitsmitteln und persönlicher Schutzausrüstung oder der Neugestaltung von Arbeitsplätzen, einbeziehen:

  • Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die „Experten vor Ort“. Sie kennen ihren Arbeitsplatz am besten.
  • Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind kompetente Problemlöser, wenn es um ihren Arbeitsplatz geht.
  • Lösungen, an denen Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitgewirkt haben, werden eher akzeptiert und umgesetzt.
  • Die Motivation für den Arbeitsschutz und die Gesundheitskompetenz werden gefördert.
  • Eine aktive Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Gestaltung ihres Arbeitsplatzes baut Widerstände und Ängste gegenüber Neuerungen ab.

Für die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten sich beispielsweise folgende Möglichkeiten:

  • Regelmäßige Mitarbeitergespräche
  • Beteiligung an Zielvereinbarungen
  • Betriebliches Vorschlagswesen
  • Anreizsysteme wie Preisausschreiben, Wettbewerbe
  • Fehler- und Beschwerdemanagement
  • Projektteams, Arbeitsgruppen