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Arbeitsschutzorganisation  

Zeitarbeitnehmer und befristet Beschäftigte

01 | Informationen

Bei der Gefährdungsbeurteilung ist es notwendig, dass beide beteiligten Unternehmen zusammen arbeiten und der Entleiher den Verleiher umfassend über die spezifischen Gefährdungen im Unternehmen informiert. Auf die Gefährdungsbeurteilung, die der Entleiher für eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erstellt hat, kann dabei zurückgegriffen werden, wenn Tätigkeiten und Gefährdungen sich entsprechen.

Bei Arbeitnehmerüberlassungen obliegt die Pflicht zur Unterweisung dem Entleiher (§ 12 (2) ArbSchG). Dabei ist auch die Qualifikation und Erfahrung der Beschäftigten in Leiharbeit mit Hinblick auf die übertragenen Aufgaben zu berücksichtigen. Auch bei Aushilfen und befristet Beschäftigten muss sichergestellt sein, dass sie vor Aufnahme der Tätigkeit über die an ihrem Arbeitsplatz auftretenden Gefährdungen und die festgelegten Schutzmaßnahmen ausreichend unterwiesen wurden.

Bei der Bereitstellung der persönlichen Schutzausrüstung kann es Sinn machen, dass diese vom Verleiher gestellt wird. Dies ist etwa dann der Fall, wenn zum Schutz vor Infektionsgefahren im Arbeitsbereich medizinische Einmalhandschuhe für alle dort Tätigen ohnehin bereitgestellt werden. Handelt es sich jedoch um Schutzausrüstung, die speziell für die Tätigkeiten der Beschäftigten in Leiharbeit benötigt wird (z. B. Sicherheitsschuhe, Atemschutz), muss geregelt sein, wer die Beschäftigten in Leiharbeit damit versorgt.