OP

 

Umgang mit infektiösen Patienten

02 | weitere Hinweise

Multiresistente Erreger (MRSA, 3MRGN, 4MRGN)

Patientinnen und Patienten mit MRE (multiresistenten Erregern) sollen nach Möglichkeit am Betriebsende des jeweiligen OP-Saales operiert werden. Einschleusendes Personal trägt zusätzlich zu OP-Haube und Mund-Nasen-Schutz auch Handschuhe und Schutzkittel. Nach dem Einschleusen werden alle Materialien, die mit dem Patienten bzw. der Patientin in Kontakt waren, vom Reinigungspersonal desinfiziert.

Der Saal wird bis auf das unbedingt benötigte Material ausgeräumt, Schränke, soweit vorhanden, werden verschlossen, Verbrauchsgüter, soweit vorhanden, als Einmalmaterial eingesetzt. Erforderliches Material wird vorgerichtet. Wenn mit dem Auftreten von Aerosolen oder Sekretspritzern zu rechnen ist, werden Schutzbrillen getragen. Springer, Anästhesist und Anästhesiepflegepersonal verbleiben beim Eingriff im Saal, das Personal im Saal beschränkt sich auf das Notwendige. Die erforderliche Versorgung erfolgt von außen durch Zusatzpersonal.

Springer, Anästhesist und Anästhesiepflegepersonal tragen Schutzkittel und Handschuhe. Bei Regionalanästhesie trägt der Patient bzw. die Patientin, wenn möglich, einen Mund-Nasen-Schutz.

Abfall wird im Saal in Säcke bzw. Boxen entsorgt. Narkoseschläuche werden aufbereitet, alternativ können Einmalschlauchsysteme verwendet und verworfen werden.

Säcke und Abfallboxen werden vor der Saalausschleusung vom Reinigungspersonal wischdesinfiziert. Vor Verlassen des Saales legen OP-Personal und Operateure Schutzkleidung im Saal ab, danach erfolgt eine Händedesinfektion – Schuhe/Mund-Nasen-Schutz/Haube werden belassen.

Personal zieht komplett neue OP-Kleidung und neue OP-Schuhe in der Personalumkleide an. Saalaufbereitung mit Wischdesinfektion aller Flächen im OP erfolgt mit einer Einwirkzeit von 60 Minuten, danach kann der Saal wieder benutzt werden.