Sicheres Krankenhaus – Operationssaal

OP

HF-Chirurgiegeräte & Laser  

Rauche

01 | Informationen

Beim Einsatz von Laser- und elektrochirurgischen Verfahren entstehen gas- und partikelförmige Abbrandprodukte, besonders beim Schneiden von Körpergewebe. 

Die Belastung durch gas- bzw. dampfförmige Substanzen ist dabei in modernen OP-Räumen relativ gering: Die existierenden Luftgrenzwerte für Substanzen wie z. B. Toluol, Butanon oder Ethylbenzol werden bei Weitem nicht erreicht. Jedoch finden sich in den Rauchen flüchtige Substanzen mit cmr-Eigenschaften wie z. B. Benzol. Wie bei anderen vergleichbaren Pyrolyseprodukten, z. B. Tabakrauch, muss daher das allgemeine Gebot der Expositionsminimierung beachtet werden.

Der freigesetzte Rauch besteht zum großen Teil aus sehr feinen Partikeln, ihre Größe reicht von mehr als 200 Mikrometer bis zu weniger als 10 Nanometer. Der mittlere Partikeldurchmesser hängt unter anderem von der Intensität der Energieeinwirkung auf das Gewebe ab.

Angegeben werden für (Alp, Bijl et al., 2006): 

  • Elektrokauter
    mittlerer Partikeldurchmesser d < 0,1 μm 
  • Laser (Gewebeabtragung)
    mittlerer Partikeldurchmesser d ca. 0,3 μm 
  • Ultraschallskalpell
    mittlerer Partikeldurchmesser d ca. 0,35 - 6,5 μm