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Chirurgische Eingriffe

02 | weitere Hinweise

Verletzungsgefahr

Stich- und Schnittverletzungen zählen zu den häufigsten Verletzungen im OP. Diese können beim Anreichen oder Zurücklegen von spitzen und scharfen Gegenständen (Instrumenten) entstehen. Im Bereich der Unfallchirurgie besteht Verletzungsgefahr durch die Verwendung von spitzen Drähten oder Bohrern (Hölscher et al. 2016).

Als Schutzmaßnahmen sind vor allem technische Maßnahmen zu beachten wie die Verwendung von Sicherheitsgeräten und die sachgerechte Nutzung geeigneter Abwurfbehälter. Zu organisatorischen Maßnahmen des Arbeitsschutzes zählen die Vermeidung von Zeitdruck und das Erstellen von Sicherheitshinweisen für die Übergabe der Instrumente nach klar definierten Regeln. Das Befolgen der Sicherheitsanweisungen und das Tragen von Schutzhandschuhen (ggf. doppelt) sind persönliche Schutzmaßnahmen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befolgen müssen.

Die Unfallkasse Berlin beschreibt in einem Abschlussbericht zur Sicherheit und Gesundheit im OP ausführlich diese Schutzmaßnahmen (Zschernack et al. 2004).

Quellen:

Unter anderem sind neben der Verwendung von Sicherheitsgeräten als geeignete Schutzmaßnahmen zu nennen:

  • Nach Möglichkeit Verwendung von Einweginstrumenten
  • Verwendung von Schutzkappen bis zum eigentlichen Gebrauch (jedoch kein Recapping!)
  • Beachtung der Sicherheitshinweise für die sichere Instrumentenübergabe
  • Verwendung sicherer Abwurfbehälter unmittelbar nach Gebrauch

Spitze und scharfe Instrumente wie Wundhaken, Redonspieße, Backhausklemmen, Scheren etc. sind vom OP-Personal in der Mitte des Siebes oder in separaten Nierenschalen abzulegen, damit das Sieb gefahrlos gefasst werden kann.

Einweginstrumente (Kanülen, Skalpelle) im OP sind in Abwurfbehälter zu entsorgen. Versehentlich auf dem Sieb abgeworfene Einweginstrumente gefährden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralsterilisation.