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Liegend-Anfahrt

02 | weitere Hinweise

Die Einfahrt von Notfall-Ambulanzen ist aus Gründen des Witterungsschutzes mindestens zu überdachen.

Zur Vermeidung von Zugerscheinungen kann in Einzelfällen ein einseitiger Windschutz genügen. Eine vollständige Einhausung der Anfahrt mit Luftschleuse, um Kälte- oder übermäßige Hitzezufuhr in die Innenbereiche der Notfall-Ambulanz zu verhindern, ist jedoch die bessere Lösung.

Entsprechend müssen bei Zufahrtstoren die maximalen Fahrzeugabmessungen beachtet werden. Die lichte Torbreite muss mindestens der Fahrzeugbreite zuzüglich 1 m entsprechen. Bezüglich der Höhe muss die maximale Fahrzeughöhe inklusive aller Aufbauten zuzüglich mindestens 0,20 m beachtet werden (DGUV Information 207-016 Stand: April 2016) [426].

Ebenso kann bei teil- oder ganz geschlossenen Anlagen eine Abgasabsaugung erforderlich sein – zum Beispiel eine Unterfluranlage. 

Der Bodenbelag ist rutschhemmend zu wählen, um den Transport der Patientinnen und Patienten nicht zu erschweren und dem Personal einen sicheren Stand und sicheres Gehen zu ermöglichen, z. B.:

  • Überdachte Anfahrt: R 10 oder R 11,
  • nicht überdachte Anfahrt: R 12,
  • Garage mit Witterungseinfluss: R 10 oder R 11.

Bodenbeläge in benachbarten Arbeitsbereichen, aber mit unterschiedlicher Rutschhemmung sind aus benachbarten Bewertungsgruppen zu wählen, z. B. überdachte Anfahrt R 10, Eingangsflur von der Anfahrt in die Notfall-Ambulanz R 9 (DGUV Regel 108-003, Stand: Oktober 2003) [424].

In unmittelbarer Nähe sind zudem Parkplätze für die Rettungsfahrzeuge und auch für Kurzparkerinnen und Kurzparker (z. B. gehbehinderte Patientinnen und Patienten) einzuplanen. Auch sollte ein Aufenthaltsraum für die Fahrzeugbesatzung vorgehalten werden.

Nach Einbruch der Dunkelheit müssen Außenbereiche beleuchtet werden, z. B. Parkplätze mit mind. 10 Lux, Liegend-Anfahrten mit Toranlage mit mind. 50 Lux (ASR A 3.4 Stand: April 2011) [528]. Dies dient primär dem Schutz vor Unfällen, soll aber auch kriminellen Übergriffen vorbeugen.