Sicheres Krankenhaus – Küche

K

Be- und Entlüftung  

Raumklima

01 | Informationen

Durch Koch-, Brat-, Grill- und Frittierprozesse in Küchen werden Wärme, Feuchtigkeit und Stoffe freigesetzt. Wärme und Feuchtigkeit können zu einer klimatischen Belastung des Küchenpersonals führen. Was die stoffliche Belastung betrifft, haben umfangreiche Untersuchungen gezeigt, dass unter den mehr als 200 nachgewiesenen chemischen Verbindungen auch solche mit gesundheitsschädigendem Potenzial sind. Werden Küchen unzureichend be- und entlüftet, so können an den Arbeitsplätzen sowohl erhöhte klimatische als auch stoffliche Belastungen auftreten. Erkrankungen der Beschäftigten sind dann möglich.

Das Wohlbefinden des Menschen, seine Leistungsfähigkeit und auch seine Sicherheit am Arbeitsplatz werden wesentlich durch das Klima mitbestimmt. Das Klima wird bestimmt durch die physikalischen Klimafaktoren Lufttemperatur, Luftfeuchte, Luftgeschwindigkeit, Wärmestrahlung sowie die personenbezogenen Faktoren der Bekleidung und Arbeitsschwere.

Mit zunehmender Lufttemperatur nimmt die Leistungsbereitschaft ab, und zwar dann, wenn die Idealtemperatur von 20 bis 22 °C überschritten wird. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Leistungsfähigkeit des Menschen mit jedem Grad Celsius über 24 °C um jeweils 4 % abnimmt. Steigen die Lufttemperaturen über 26 °C an, ist mit Konzentrationsmängeln, Leistungsabfall, Zunahme von Arbeitsfehlern, Erschöpfung, Ermüdung und Zunahme von Unfällen zu rechnen.