Sicheres Krankenhaus – Apotheke

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Zytostatika

01 | Informationen

Allgemeines

Bei der Zubereitung von Zytostatika in einer Krankenhaus- oder einer Offizin-Apotheke, evtl. auch beim Wareneingang, besteht für die Beschäftigten aufgrund der Menge und Konzentration von CMR-Stoffen, die freiwerden können, die größte Gefährdung verglichen mit anderen Tätigkeiten mit CMR-Arzneistoffen.

Beim Wareneingang können Gefährdungen für Beschäftige durch von außen kontaminierte Behälter entstehen, die während des Herstellungsprozesses, bzw. bei der Abfüllung verunreinigt wurden. Es kann zu Leckagen oder zum Zerbrechen von Behältern kommen. Aus diesen Gründen ist es wichtig, beim Wareneingang geeignete Handschuhe (z. B. OP-Handschuhe) zu tragen und für Notfälle vorbereitet zu sein (geeignete PSA zur Beseitigung größerer Kontaminationen nach Ziff. 5.4, TRGS 525 v. 9/2014).

Die Beschäftigten müssen vor Beginn der Tätigkeit und danach mindestens jährlich über diese Maßnahmen anhand der Betriebsanweisung unterrichtet werden (Beispiele für Betriebsanweisungen finden Sie im Kapitel 10.3. der DGUV Information 207-007 GUV-I 8533 „Zytostatika im Gesundheitsdienst“). Die Unterweisung (Inhalt, durchführende Person, Teilnehmer, Zeitpunkt) ist zu dokumentieren.