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Arbeitsschutzorganisation  

Organisation und Durchführung der Gefährdungsbeurteilung

02 | weitere Hinweise

Die Personalvertretungen müssen gemäß der jeweils gültigen Rechtsgrundlage (Personalvertretungsgesetz, Betriebsverfassungsgesetz, Mitarbeitervertretungsordnungen) an der Gefährdungsbeurteilung beteiligt werden.

Ein geeignetes Gremium für die Kooperation bei der Bearbeitung der Gefährdungsbeurteilung ist der Arbeitsschutzausschuss, da die Funktionsträger hier Gelegenheit zum Austausch, auch mit der Unternehmensleitung, haben.

Neben dem Arbeitsschutzwissen der Fachleute sind aber auch Kenntnisse über die Arbeitsplätze und Arbeitsverfahren erforderlich. Hier sind die Beschäftigten und insbesondere die Führungskräfte vor Ort gefragt. Sie sollten unbedingt einbezogen werden, wenn Arbeitsbereiche und Tätigkeiten festgelegt, Maßnahmen durchgeführt sowie die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüft werden.

Gefahren können auch an Schnittstellen, wie zum Beispiel zwischen Entsorgung und Pflege oder Reinigung und OP, entstehen. Das Gleiche gilt für verschiedene Arbeitsbereiche, beispielsweise wenn sich die Reinigungskraft an einer weggeworfenen benutzten Kanüle eine Nadelstichverletzung zuzieht. Deswegen ist es sinnvoll, bei der Beurteilung von Schnittstellen die jeweiligen Fachleute und Beauftragten hinzuzuziehen.