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Fehler- und Beschwerdemanagement - Patientensicherheit

02 | weitere Hinweise

Nur durch einen offenen und bewussten, aber auch angstfreien Umgang mit solchen Fehlern können Schwachstellen in Arbeitsabläufen und -prozessen erkannt und abgestellt werden. Dabei ist es wichtig, auch Beinahe-Fehler zu melden, um frühzeitig daraus zu lernen und den Ernstfall zu vermeiden.

Für Medizinprodukte gelten besondere Regeln. Vorkommnisse mit Medizinprodukten sind grundsätzlich an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte - BfArM - (www.bfarm.de) zu melden.

Aber auch unterschwellige Fehlfunktionen und funktionelle Mängel können den Betriebsablauf stören und so zu einer Mehrbelastung der Beschäftigten führen.

Daher sollten Fehler oder unerwünschte bzw. unerwartete Betriebszustände und Eigenschaften von Medizinprodukten im Rahmen des betrieblichen Fehler- und Beschwerdemanagements immer gemeldet werden. Ob es sich dabei dann tatsächlich um ein meldepflichtiges Vorkommnis im Sinne des Medizinprodukterechts handelt, sollte anschließend von entsprechend qualifiziertem Personal - etwa einem Medizintechniker - entschieden werden.

Nicht zuletzt können so auch konkrete Produkte, die zu Fehlfunktionen oder unerwünschtem Verhalten neigen, identifiziert und bei Neubeschaffung gegen fehlerfreiere Produkte oder besser geeignete Produkte ersetzt werden.