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Elektrische Einrichtungen

02 | weitere Hinweise

Elektrischer Strom sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstandes. Faktoren wie z. B. Bodenbelag, Kleidung oder Schuhwerk und die Feuchtigkeit an der Ein- und Austrittsstelle beeinflussen den Widerstand des menschlichen Körpers und damit auch die Gefährlichkeit des Stromes. Nackte Füße auf feuchtem Boden sind denkbar schlechte Voraussetzungen. Trockene Hände haben einen größeren Widerstand als feuchte, sind also günstiger.

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Stromunfällen: Der Stromkreislauf ist sofort zu unterbrechen, z. B. durch Ausschalten der Sicherung oder Ziehen des Steckers. Erst dann kann die oder der Verletzte berührt werden, da sonst die Gefahr eines Stromschlags besteht. Anschließend ist die Notärztin bzw. der Notarzt zu rufen, da innere Verletzungen oder Spätfolgen nicht auszuschließen sind. Bei Bewusstseinsverlust und Atemstillstand muss mit der Wiederbelebung begonnen werden (Mund-zu-Mund- bzw. Mund-zu-Nase-Beatmung und eine Herzdruckmassage). Verletzte, die bei Bewusstsein sind, mit erhöhten Beinen lagern.

Wiederkehrende Prüfungen sind vorgeschrieben: Damit Beschädigungen sowie Mängel erkannt und rechtzeitig behoben werden können, müssen Elektroinstallationen und alle Elektrogeräte durch „zur Prüfung befähigte Personen“ regelmäßig auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden. Also Personen, wie im Regelfall Elektrofachkräfte, die durch ihre elektrotechnische Berufsausbildung, Berufserfahrung und zeitnahe berufliche Tätigkeit die erforderlichen Fachkenntnisse zur Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel besitzen. Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen obliegt der Elektrofachkraft. Der Arbeitgeber bzw. Unternehmer wählt die Prüferinnen oder Prüfer aus und sollte sich im Zweifelsfall über ihre Qualifikation informieren. Die Prüfergebnisse müssen dokumentiert und mindestens bis zur nächsten Prüfung aufbewahrt werden. Beispiele für Prüfprotokolle enthält die DGUV Information 203-070 „Wiederkehrende Prüfungen ortsveränderlicher elektrischer Arbeitsmittel – Fachwissen für den Prüfer“. Durch eine Prüfplakette ist die Prüfung zusätzlich am Gerät erkennbar.

Die Prüffrist für wiederkehrende Prüfungen an elektrischen Anlagen und ortsfesten elektrischen Arbeitsmitteln beträgt vier Jahre.

Beispiele: Elektroinstallationen bis zur Steckdose und fest installierte Geräte wie Elektroherde, Kochkessel, Dämpfer, Kühlschränke. Für Räume mit elektrischen Saunaöfen beträgt die Prüffrist ein Jahr.

Sechs Monate gelten als Richtwert für ortsveränderliche elektrische Arbeitsmittel wie z. B. Mixer, Aufschnittschneidemaschine, Toaster, elektrisches Reinigungsgerät, Elektrowerkzeuge, Verlängerungsleitungen mit Steckern. Bei sehr geringer Fehlerquote ein Jahr.

 

6 Monate

Küchen für Gemeinschaftsverpflegung

  • Aufschnittmaschinen
  • Kaffeeautomaten
  • Kochplatten
  • Toaster
  • Rührgeräte
  • Wärmewagen/Warmhaltegeräte
  • Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen
  • Elektrische Handgeräte
  • usw.

Ausnahmen: sonstige Küchen = 12 Monate

Auszug aus: Tabelle 1 B: Wiederholungsprüfungen ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel, DGUV Information 203-050 - Kommentar zur UVV „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ (2005) [928]